Hinweisschilder im Tourismus werden oft als Verkehrsschilder verwendet, um am Verkehr teilnehmende Personen auf touristische Ziele hinzuweisen. Dazu gehören Baudenkmäler, herausragende Landschaften und schützenswerte Kulturstätten. International haben sich braune Hinweisschilder durchgesetzt. Diese sind im Regelfall mit weißer Schrift versehen, zum Beispiel Arial. Der Ursprung dieser touristischen Hinweisschilder liegt in den 70er Jahren, als sie erstmalig in Frankreich eingeführt wurden. Seit der damaligen Zeit hat sich der Gedanke Touristen durch vereinheitlichte Hinweisschilder zu den touristischen Attraktionen zu führen weltweit durchgesetzt. Bis das touristische Hinweisschild in Deutschland Einzug hielt dauerte es noch 14 Jahre. Erst im Jahr 1984 wurden die ersten touristischen Hinweisschilder der damaligen Bundesrepublik Deutschland aufgestellt. Die ersten beiden touristischen Hinweisschilder wurden für die „Löwensteiner Berge“ und die „Burg Teck“, installiert.

Für touristische Hinweisschilder gibt es drei mögliche Bereiche die es zu unterscheiden gilt:

1) Wegweiser und Hinweiszeichen weisen auf bedeutende Touristenziele im näheren Umkreis hin - das kann in Ortschaften ein Gebäude sein oder ein bekanntes Naturziel.

2) Wanderwege, besondere Reiserouten in einer thematischen Geschlossenheit werden durch einheitliche Hinweisschilder gekennzeichnet. Touristikstraßen dieser Art werden vermehrt als Ganzes beworben und finden sich in diversen Touristikgebieten.

3) Eine Stadt, eine Region oder eine Landschaft wird durch Hinweisschilder angekündigt, die sich an Fernstraßen oder Autobahnen befinden. Auch Flüsse und Stadtbezirke werden mittlerweile durch solche Schilder angekündigt. Dabei rückt die wegweisende Funktion gegenüber der informativen Funktion in den Hintergrund.


Touristische Hinweisschilder sind in vielen Reiseländern klar definiert. Das dient dem einheitlichen Gesamtbild ebenso wie der Wiedererkennung durch die Touristen. Eine leichte Erkennbarkeit wird durch vorzugsweise serifenlose Schriften gewährleistet, die ohne Schnörkel auf das wesentliche reduziert sind. Nicht selten werden Hinweisschilder mehrsprachig aufgestellt. Üblich ist englisch und die Heimatsprache, aber bezogen auf die touristischen Besucher werden Hinweisschilder oft auch in Französisch, Deutsch oder Spanisch ausgewiesen. Kritisch zu Betrachten ist, dass vermehrt eine unfangreiche Auswahl an Informationen den Weg auf die Hinweisschilder finden. Das kann informativ sein, aber auch Verkehrsteilnehmer vom Straßengeschehen ablenken. Wie bei Straßenbeschilderung schon oftmals der Fall ist der Schilderwald auch im touristischen Bereich nicht weit. Immer mehr Touristenziele mit minderer Bedeutung werden durch Hinweisschilder gekennzeichnet.